Die ersten drei bis fünf Wörter bestimmen, ob ein Daumen stoppt. Deshalb beginnen wir mit einem Hook, der Neugier weckt, Bilddenken aktiviert und doch zur Marke passt. Den ursprünglichen Claim nutzen wir als zweite Welle, fein dosiert und kontextualisiert. In Tests funktionierte eine Frageform oft stärker als ein Ausruf, weil sie inneren Dialog erzeugt. Wichtig bleibt, dass jedes Wort auf die Kernidee einzahlt und keine fremde Aura überstülpt.
Kurze Sätze, gezielte Pausen und sorgfältig gesetzte Zeilenumbrüche formen ein Lesetempo, das den Scrollfluss respektiert. Komposita können im Deutschen kraftvoll sein, doch überlange Gebilde bremsen. Wir spielen mit Alliteration, Echo-Wörtern und weichen Reimen, um Merkfähigkeit zu erhöhen, ohne aufdringlich zu wirken. Wer betont, wo der Blick ohnehin landet, führt unmerklich schneller zur Pointe. Gleichzeitig bleiben wir barrierearm, klar lesbar und frei von unnötigem Jargon.
Ein guter Aufruf zur Handlung fühlt sich nicht wie Druck an, sondern wie die natürliche Fortsetzung einer entstehenden Neugier. Statt imperative Befehle stapeln wir Nutzen, öffnen Optionen und geben einen konkreten nächsten kleinen Schritt. Ein sanfter Push funktioniert besser, wenn er mit der Bildidee verbunden ist und zeitlich logisch folgt. So bleibt die Souveränität beim Publikum, die Beziehung wächst, und dennoch bewegen sich Klick, Kommentar oder Speicheraktion in die gewünschte Richtung.
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